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Ausbilden und Fachkräftenachwuchs sichern

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Agentur für Arbeit besucht Werkzeug- und Formenbau Zechmayer am "Tag des Ausbildungsplatzes"

Grafenwöhr/Weiden. 77 Ausbildungsstellen sind unbesetzt. Andererseits gibt es 79 unversorgte Bewerber und Bewerberinnen. Diese Zahlen von der Agentur der Arbeit von der Geschäftsstelle Eschenbach zeigen Handlungsbedarf. - Bericht Renate Gradl

Am Tag des Ausbildungsplatzes wird das Ziel verfolgt, Arbeitgeber und Arbeitsuchende zusammenzubringen, damit im Herbst möglichst viele Jugendliche einen Ausbildungsvertrag in Händen halten.

Stefan Saalfrank von der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Weiden sowie Arbeitsvermittlerin Yasmin Weifl besuchten am Mittwoch Rainer Zechmayer in seiner Werkzeug- und Formenbaufirma. Der renommierte bodenständige Familienbetrieb hat eine sehr hohe Ausbildungsquote. Von den 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es derzeit sieben Auszubildende. "Wir bilden schon seit Bestehen der Firma im Jahr 1966 aus. Bisher waren das insgesamt etwa 60 Auszubildende", berichtet Zechmayer, dessen Mitarbeiter auch sehr lange in der Firma bleiben. "Gute Leute sind uns selber wichtig. Deswegen investiere ich auch meine Zeit und die meiner Mitarbeiter und biete jungen Leuten Praktika und auch den "Girlsday" an, damit sie sich informieren können, ob dieser Beruf ihnen liegt oder nicht", erklärt der Firmenchef.

Wichtig sei das Engagement bei der Arbeit, aber auch das Teamdenken. Außerdem müsse die "Wellenlänge" stimmen.

"Die Firma Zechmayer ist ein vorbildlicher Betrieb", stellt Saalfrank lobend fest. Der Spruch: "Handwerk hat goldenen Boden" trifft hier zu. Die Firma habe auch eine wichtige Funktion für die Wirtschaft. "Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft liegt beim Handwerk", ist sich Saalfrank sicher. Und wenn hier sieben Auszubildende von 35 Beschäftigten arbeiten, wird die Qualität der Produktion gesichert. Passend sei auch die Firmenphilosophie: "Formen mit Format".

"Der Betrieb setzt auch auf interne Weiterbildung. Hier werden die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt. Dem einen liegt das Maschinelle mehr, dem anderen die Konstruktion", erklärt Betriebsleiter Heinz Händl. Nach der Ausbildung könnten die Beschäftigten auch Projekt- oder Konstruktionsleiter werden. Ein Werkstattbesuch bei den Auszubilden vom ersten bis zum dritten Lehrjahr zeigt, dass die Arbeit und das Arbeitsklima stimmen. Die Auszubildenden sind sich einig: "Es gefällt uns hier." Zwei Neue kommen im September wieder dazu.


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